Allgemeine Geschäftsbedingungen | GH Entrümpelung
Rechtliche Hinweise

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") regeln das Vertragsverhältnis zwischen GH Entrümpelung (nachfolgend „Auftragnehmer") und dem Kunden (nachfolgend „Auftraggeber") über die Erbringung von Entrümpelungs-, Räumungs- und Auflösungsleistungen.

Stand: 12.06.2026

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese AGB gelten für sämtliche Verträge, Lieferungen und Leistungen zwischen dem Auftragnehmer und dem Auftraggeber. Sie gelten ausschließlich gegenüber Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB sowie gegenüber Unternehmern im Sinne von § 14 BGB.

(2) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Auftragnehmer ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.

(3) Der Auftraggeber erkennt diese AGB mit der Auftragserteilung an.

§ 2 Vertragsschluss & Angebot

(1) Anfragen über Telefon, WhatsApp, E-Mail oder das Online-Formular sind unverbindlich und gelten als Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.

(2) Ein verbindliches Festpreisangebot wird in der Regel nach einer Vor-Ort-Besichtigung oder nach Auswertung übersandter Foto-/Videounterlagen erstellt. Das Angebot ist für die Dauer von 14 Tagen ab Übermittlung gültig, sofern nicht ausdrücklich eine andere Bindefrist genannt wird.

(3) Der Vertrag kommt durch die ausdrückliche Annahme des Angebots durch den Auftraggeber (in Textform per WhatsApp, E-Mail oder schriftlich) und die Bestätigung des Auftragnehmers zustande.

(4) Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform.

§ 3 Leistungsumfang

(1) Der Auftragnehmer erbringt Leistungen insbesondere in folgenden Bereichen:

(2) Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem schriftlichen Angebot bzw. der Auftragsbestätigung.

(3) Sofern nicht anders vereinbart, ist die besenreine Übergabe Bestandteil der Leistung. Eine besenrein übergebene Räumlichkeit ist von losen, beweglichen Gegenständen befreit und grob gefegt. Sie umfasst keine Endreinigung, keine Renovierungs- oder Malerarbeiten und keine Demontage fest verbauter Einrichtungen (Einbauküchen, Sanitärobjekte, Bodenbeläge), es sei denn, dies ist ausdrücklich vereinbart.

§ 4 Festpreis & Preisanpassung

(1) Der im Angebot genannte Festpreis ist ein Pauschalpreis und umfasst Anfahrt, Personal, Fahrzeug, Verladung, Transport und fachgerechte Entsorgung gemäß dem zuvor besichtigten oder dokumentierten Bestand.

(2) Eine Anpassung des Festpreises ist nur in folgenden Fällen zulässig:

(3) Eine Preisanpassung wird vor Beginn bzw. vor Fortführung der Arbeiten transparent angekündigt. Der Auftraggeber hat in diesem Fall das Recht, die Mehrleistung schriftlich zu beauftragen oder vom Vertrag in Bezug auf die Mehrleistung zurückzutreten.

(4) Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer, soweit der Auftragnehmer umsatzsteuerpflichtig ist. Bei Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG wird keine Mehrwertsteuer ausgewiesen.

§ 5 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers

(1) Der Auftraggeber stellt sicher, dass am vereinbarten Termin:

(2) Kommt der Auftraggeber seinen Mitwirkungspflichten nicht oder nicht rechtzeitig nach und entstehen dadurch Wartezeiten oder Mehraufwand, ist der Auftragnehmer berechtigt, diese in Rechnung zu stellen (mit dem jeweils gültigen Stundensatz von 65,00 EUR netto pro Mitarbeiter, sofern nicht anders vereinbart).

§ 6 Termine & Ausführung

(1) Vereinbarte Ausführungstermine werden vom Auftragnehmer eingehalten, soweit dies möglich ist. Liefer- und Ausführungstermine sind nur dann verbindlich, wenn sie schriftlich als „verbindlich" bestätigt wurden.

(2) Bei Ereignissen höherer Gewalt (z. B. extreme Wetterlagen, Streik, behördliche Anordnungen, Pandemien, unvorhersehbarer Verkehrsausfall) verlängert sich die Ausführungsfrist angemessen. Beide Parteien sind nach drei Wochen anhaltender höherer Gewalt zum Rücktritt berechtigt; Schadensersatzansprüche sind in diesem Fall ausgeschlossen.

(3) Der Auftragnehmer ist berechtigt, sich zur Vertragserfüllung qualifizierter Subunternehmer zu bedienen.

§ 7 Eigentum & Wertanrechnung

(1) Der Auftraggeber sichert ausdrücklich zu, dass er Eigentümer der zu räumenden Gegenstände ist oder zu deren Räumung und Entsorgung berechtigt ist (z. B. als Erbe, gerichtlich bestellter Nachlasspfleger, bevollmächtigter Vermieter oder Insolvenzverwalter). Auf Verlangen weist er diese Berechtigung in geeigneter Form nach.

(2) Mit Beginn der Räumungsarbeiten geht das Eigentum an den geräumten Gegenständen — sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart und vom Auftraggeber explizit zurückbehalten — auf den Auftragnehmer über. Der Auftragnehmer ist damit berechtigt, geräumte Gegenstände nach eigenem Ermessen zu entsorgen, zu spenden, zu verkaufen oder weiterzuverwenden.

(3) Sofern bei der Besichtigung verwertbare Gegenstände festgestellt werden, kann eine Wertanrechnung erfolgen. Diese mindert den Festpreis und wird im Angebot transparent ausgewiesen. Eine nachträgliche Wertanrechnung nach Auftragserteilung oder nach Räumung ist ausgeschlossen.

(4) Möchte der Auftraggeber einzelne Gegenstände behalten, sind diese vor Beginn der Arbeiten klar zu kennzeichnen oder zu separieren. Für irrtümlich mitgeräumte, nicht gekennzeichnete Gegenstände wird keine Haftung übernommen.

§ 8 Fundsachen & Wertgegenstände

(1) Der Auftraggeber wird ausdrücklich darauf hingewiesen, vor Beginn der Räumung persönliche Dokumente (Urkunden, Sparbücher, Versicherungspapiere), Wertgegenstände (Bargeld, Schmuck, Edelmetalle), Datenträger und digitale Geräte sowie sentimentale Gegenstände eigenständig zu sichern.

(2) Findet der Auftragnehmer im Rahmen der Räumung Wertgegenstände, Dokumente oder Bargeld, wird er den Auftraggeber unverzüglich informieren. Die Übergabe erfolgt im Rahmen einer protokollarischen Dokumentation.

(3) Eine systematische Durchsuchung der zu räumenden Räumlichkeiten nach Wertgegenständen schuldet der Auftragnehmer nicht. Eine Haftung für übersehene Wertgegenstände, die entgegen Abs. 1 nicht zuvor gesichert wurden, ist ausgeschlossen, soweit nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegt.

§ 9 Entsorgung

(1) Die Entsorgung erfolgt fachgerecht und nach den geltenden gesetzlichen Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) sowie den einschlägigen abfallrechtlichen Bestimmungen. Der Auftragnehmer ist im Besitz der erforderlichen Genehmigungen zur Beförderung und Entsorgung von Abfällen.

(2) Sondermüll (z. B. Farben, Lacke, Chemikalien, Batterien, Leuchtmittel, Elektrogeräte, asbesthaltige Materialien) wird gesondert entsorgt. Mehrkosten für Sondermüll, der bei der Besichtigung nicht erkennbar war, können nach § 4 Abs. 2 dieser AGB in Rechnung gestellt werden.

(3) Auf Wunsch werden Entsorgungsnachweise im Rahmen der Rechnung dokumentiert.

§ 10 Zahlungsbedingungen

(1) Sofern nicht anders vereinbart, ist die Vergütung unmittelbar nach Abschluss der Räumung fällig. Die Zahlung erfolgt in bar gegen Quittung oder per Überweisung mit einem Zahlungsziel von 7 Tagen ab Rechnungsstellung.

(2) Bei Aufträgen mit einem Volumen über 1.500,00 EUR ist der Auftragnehmer berechtigt, eine Anzahlung in Höhe von bis zu 30 % der Auftragssumme zu verlangen.

(3) Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, gesetzliche Verzugszinsen (§ 288 BGB) zu berechnen. Mahnkosten werden ab der zweiten Mahnung mit jeweils 5,00 EUR pauschal in Rechnung gestellt.

(4) Eine Aufrechnung gegen Forderungen des Auftragnehmers ist nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen zulässig.

§ 11 Haftung

(1) Der Auftragnehmer haftet uneingeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.

(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und beschränkt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden.

(3) Der Auftragnehmer unterhält eine Betriebshaftpflichtversicherung. Schäden am Eigentum des Auftraggebers oder Dritter, die im Rahmen der Räumungsarbeiten entstehen, sind unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 24 Stunden nach Feststellung, schriftlich anzuzeigen.

(4) Eine Haftung für vorbestehende Schäden (z. B. Kratzer im Boden, Wandschäden hinter Möbeln, Schäden an alten Treppengeländern) ist ausgeschlossen. Auf Wunsch wird vor Beginn der Räumung eine Bestandsdokumentation erstellt.

(5) Eine Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden oder Folgeschäden ist im Rahmen des gesetzlich Zulässigen ausgeschlossen.

§ 12 Mängelrüge & Gewährleistung

(1) Offensichtliche Mängel der Leistung sind unverzüglich nach Abschluss der Räumung, spätestens jedoch innerhalb von 5 Werktagen, in Textform anzuzeigen.

(2) Im Falle eines berechtigten Mangels ist der Auftragnehmer zur Nacherfüllung berechtigt. Schlägt die Nacherfüllung fehl oder wird sie verweigert, hat der Auftraggeber das Recht auf Minderung oder — bei erheblichen Mängeln — Rücktritt vom Vertrag.

(3) Für Unternehmer im Sinne von § 14 BGB gilt eine Gewährleistungsfrist von 12 Monaten ab Abnahme. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Fristen.

§ 13 Rücktritt & Stornierung

(1) Stornierungen sind in Textform mitzuteilen. Bei Stornierung durch den Auftraggeber gelten — vorbehaltlich des Widerrufsrechts nach § 14 — folgende pauschale Ausfallentschädigungen:

(2) Dem Auftraggeber bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Auftragnehmer ein geringerer oder kein Schaden entstanden ist.

(3) Der Auftragnehmer ist berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten, wenn nach Auftragserteilung Umstände bekannt werden, welche die Erfüllung des Auftrags unzumutbar machen (z. B. erhebliche Gefährdung von Mitarbeitern, fehlende Berechtigung des Auftraggebers).

§ 14 Widerrufsrecht für Verbraucher

Widerrufsbelehrung

Verbrauchern steht ein Widerrufsrecht nach folgender Maßgabe zu, wobei Verbraucher jede natürliche Person ist, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB).

Widerrufsrecht: Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (GH Entrümpelung, Marsiliusstraße 50, 50937 Köln, E-Mail: info@gh-entruempelung.de, Tel: 0172 7477089) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief, Telefax oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

Folgen des Widerrufs: Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist.

Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts: Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht. Das Widerrufsrecht erlischt bei vollständig erbrachter Dienstleistung, wenn der Auftragnehmer mit der Ausführung der Dienstleistung begonnen hat, nachdem Sie dazu Ihre ausdrückliche Zustimmung gegeben haben und gleichzeitig Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie Ihr Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch den Auftragnehmer verlieren.

Muster-Widerrufsformular:

An: GH Entrümpelung, Marsiliusstraße 50, 50937 Köln, info@gh-entruempelung.de

Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung: ________________

Bestellt am (*) / erhalten am (*): ________________

Name des/der Verbraucher(s): ________________

Anschrift des/der Verbraucher(s): ________________

Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier): ________________

Datum: ________________

(*) Unzutreffendes streichen.

§ 15 Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt nach den Regelungen unserer Datenschutzerklärung sowie den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen (DSGVO, BDSG).

§ 16 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Erfüllungsort ist der Sitz des Auftragnehmers in Köln, soweit nicht zwingend gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen.

(3) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist — soweit der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist — der Sitz des Auftragnehmers. Bei Verbrauchern gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

(4) Verbraucherstreitbeilegung / Online-Streitbeilegung (OS): Die Europäische Kommission stellt unter ec.europa.eu/consumers/odr eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit. Wir sind nicht bereit und nicht verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG).

(5) Salvatorische Klausel: Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt diejenige wirksame Regelung, die dem mit der unwirksamen Bestimmung verfolgten wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen wurden mit Sorgfalt erstellt. Stand: 12.06.2026